OP-LAMPEN UND EPP
Nun bin ich 43 Jahre alt und musste nicht zum ersten Male ins Krankenhaus. Es war auch nicht die erste OP, welche jetzt notwendig wurde.
Nachdem ich aber nun vor 7 ½ Jahren mit der Diagnose EPP konfrontiert wurde, habe ich vieles über meine angeborene „so was wie eine Lichtallergie“-Stoffwechselstörung erfahren. Durch den Austausch mit den Vereinsmitgliedern fühle ich mich endlich nicht mehr allein und unverstanden. Ich weiß jetzt, dass es eine bestimmte Lichtfrequenz ist, die den schmerzhaften Prozess im Blut auslöst. Ich kann mich nicht vollkommen vor diesem sichtbaren Licht schützen; aber ich kann mein Bestes tun.
Beispielsweise kann ich versuchen, vor einer anstehenden OP in Erfahrung zu bringen, mit welchem Licht die OP-Lampen bestückt sind. Das konnte mir jedoch niemand beantworten.
Also tat ich alles Mögliche, um die Stationsärzte und Pflegekräfte über die EPP zu informieren. Und ich bat intensiv darum, meinen Körper sicherheitshalber gut mit Tüchern abzudecken, damit nicht mehr OP-Licht darauf trifft, als unbedingt nötig.
Meine Bitte wurde berücksichtigt, nur meine linke Hand, welche mit den Infusionsschläuchen versehen war, lag nackt und ungeschützt unter den Lampen.
Als ich Stunden später aus dem Dämmerzustand der Vollnarkose erwachte, konnte ich meine linke Hand kaum bewegen, die Finger nicht krümmen. Schmerzen hatte ich kaum, schließlich wurde ich ununterbrochen mit starken Schmerzmitteln versorgt. Doch diesen Anblick und das Gefühl kannte ich nur zu gut: „es“ hatte mich wieder einmal erwischt!
Die Idee, ein Foto von der betroffenen Hand zu machen, kam mir leider erst sehr spät, als die Schwellung bereits wieder begann, sich rückzubilden. Trotzdem meine ich, dass der Unterschied zum vollständigen Abklingen der äußeren EPP- Symptome deutlich zu erkennen ist.
Ich weiß nicht, warum bei einer früheren Operation keine EPP-Symptome aufgetreten sind. Ich weiß nur, dass wir selbst Sorge tragen müssen, uns so gut als irgend möglich auch vor diesen Folgen zu schützen.
In diesem Sinne wünsche ich allen die bestmögliche Gesundheit!